Der Kaffee läuft nur noch langsam durch oder schmeckt komisch? Zeit, deine Kaffeemaschine zu entkalken! Das geht ganz einfach – und meist ohne teure Spezialreiniger. Lies hier, wie du Filterkaffeemaschinen effizient reinigst und welche Ansprüche Kaffeevollautomaten ans Entkalken stellen.
Wo Wasser im Haushalt zum Einsatz kommt, entstehen früher oder später zwangsläufig Kalkablagerungen: Das Mineral ist ein natürlicher Bestandteil unseres Leitungswassers, das uns über das Trinkwasser mit einem wichtigen Nährstoff versorgt – in der Küche jedoch lästige Spuren hinterlässt. Die Kaffeemaschine gehört zu den klassischen Opfern harten Wassers, aber auch weiches Wasser führt irgendwann dazu, dass dein Gerät langsamer wird oder du weiße Bröckchen in deinem Kaffee findest. Dann ist es Zeit, die Kaffeemaschine zu entkalken – bevor du loslegst, lies hier, wie du mit einfachen Haushaltsmitteln deine Kaffeemaschine entkalken kannst.
Herkömmliche Filterkaffeemaschinen kannst du am einfachsten und effektivsten mit Essig entkalken, der sich übrigens auch zum Reinigen deines Wasserkochers eignet. Mische dafür Wasser und Haushaltsessig im Verhältnis 2:1 und gib die Mischung in den Wassertank der Maschine. Lasse die Flüssigkeit etwa zur Hälfte durchlaufen, schalte dann die Maschine für 20 Minuten aus. So kann der Essig einwirken und den Kalk im Innern des Geräts bekämpfen. Lasse nach Ablauf der Zeit das restliche Essigwasser durchlaufen und anschließend zwei- bis dreimal klares Wasser – schon schmeckt der Frühstückskaffee wieder top!
Kaffeemaschine entkalken mit Zitronensäure? Keine so gute Idee. Die Säure ist zwar grundsätzlich ein ebenso gutes Hausmittel zum Kalk-Entfernen, sie eignet sich jedoch, anders als Essig, nicht zum Heißentkalken. Beim Erhitzen entsteht Calciumcitrat, das wiederum harte, nicht wasserlösliche Ablagerungen auf Oberflächen und in Maschinen bildet. Daher besser die Kaffeemaschine mit Essig entkalken. Die Säure von Zitrusfrüchten machst du dir wiederum zunutze, wenn du Orangenreiniger selber machst.
Kaffeevollautomaten und Nespresso-Maschinen stellen etwas andere Ansprüche an die Entkalkung als die gute alte Filterkaffeemaschine. Essigsäure kann Gummidichtungen angreifen, die Ablagerungen erhitzter Zitronensäure können den dünnen Rohren im Automaten zusetzen. Um deinen Kaffeevollautomaten zu entkalken, bietet sich ein anderes Mittelchen an, das du garantiert im Haus hast: Backpulver. Gib ein Päckchen davon in den gefüllten Wassertank deines Geräts und lasse alles durchlaufen. Starte danach einen weiteren Durchlauf mit klarem Wasser – schon schnurrt der Automat wieder wie ein Uhrwerk. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass du kein Backpulver im Küchenschrank findest, nimm einfach eine Aspirin-Tablette und verfahre genauso. Die in dem Medikament enthaltene Acetylsalicylsäure löst Kalkablagerungen effektiv. Auf die gleiche Weise kannst du eine Espressomaschine entkalken, auch jede herkömmliche Kaffeemaschine lässt sich mit Backpulver entkalken.
DIY-Tipp: Mit Zitronensäure und Essig kannst du übrigens auch super Glasreiniger selber machen! Lies auch, wie du Wasserflecken auf Holz entfernen kannst.