Wie gesund ist Knoblauch?
Knoblauch hat eine Menge gesundheitsfördernder Eigenschaften. Dies ist vor allem den enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen geschuldet, insbesondere dem Allicin. Die schwefelhaltige Verbindung (Sulfid) kann den Aufbau von Fettstoffen verhindern und so dafür sorgen, dass sich überhöhte Blutfettwerte wieder normalisieren.
Erwiesen ist außerdem die entzündungshemmende Wirkung von Knoblauch. Weil Sulfide das Wachstum von krankmachenden Pilzen und Bakterien hemmen können, eignet sich die Knollenfrucht zur Vorbeugung und Bekämpfung von Atemwegsinfekten.
Noch nicht endgültig geklärt ist hingegen die Annahme, dass ein regelmäßiger Konsum von Knoblauch einen positiven Einfluss bei Herz-Kreislauf-Problemen haben kann. Der Körper soll Sulfide in Schwefelwasserstoff umwandeln, der eine entspannende Wirkung auf die Blutgefäße hat. Weil sich so die Durchblutung verbessert, beugt der regelmäßige Verzehr möglicherweise Durchblutungsstörungen und Gefäßverschlüssen vor, die zu Folgeerkrankungen wie Schlaganfällen oder Herzinfarkten führen können.
Damit sich die Inhaltsstoffe positiv auf den Körper auswirken können, ist der regelmäßige Verzehr wichtig. Empfehlenswert ist eine tägliche Menge von etwa vier Gramm Knoblauch. Auch die Art der Zubereitung spielt eine Rolle. Ob Sie Knoblauchzehen pressen oder schneiden, ist unter gesundheitlichen Aspekten irrelevant. Wichtig ist jedoch das Zerkleinern der Knollenfrucht, denn nur so werden die sekundären Pflanzenstoffe im Knoblauch aktiviert. Am meisten profitieren Sie von den gesunden Inhaltsstoffen des Knoblauchs, wenn Sie ihn roh verzehren. Möchten Sie ihn dennoch erwärmen, sollte dies – wie in unserem Rezept für Knoblauchbutter – nur kurz geschehen, damit der Großteil der gesunden Inhaltsstoffe erhalten bleibt.
Neben den sekundären Pflanzenstoffen – außer Allicin sind Saponine enthalten – liefert Knoblauch die Vitamine B1 und B6, Vitamin C sowie die Mineralstoffe Kalium, Phosphor, Kupfer, Eisen und Mangan. Weil Knoblauch normalerweise in nur geringen Mengen verzehrt wird, fallen diese Nährstoffe jedoch kaum ins Gewicht. Um beispielsweise den täglichen Vitamin-C-Bedarf zu decken, wäre der Verzehr von rund 800 Gramm Knoblauch nötig.
So gesund Knoblauch auch ist – der strenge Geruch der würzigen Knolle wird von vielen Menschen als unangenehm wahrgenommen. Das Kauen von Petersilie oder Minzblättern hilft dabei, den Knoblauchgeruch nach dem Verzehr für einen gewissen Zeitraum abzumildern. Da aber die Inhaltsstoffe des Knoblauchs auch über die Haut ausgedünstet werden, kommt man gegen den Geruch dauerhaft schlecht an. Eine Dusche kann hier zumindest vorübergehend Abhilfe schaffen.