Dass man Brot vor dem Backen einschneiden sollte, wissen viele. Aber warum eigentlich? Wir verraten dir, was das Einritzen der Teiglinge bewirkt, welches Werkzeug sich eignet und wie du Muster ins Brot einschneidest.
In vielen Backrezepten steht, dass du den Teig für Brot oder Brötchen einschneiden solltest, bevor er in den Backofen wandert. Das sieht zwar im fertigen Gebäck hübsch aus, hat aber in erster Linie einen ganz praktischen Hintergrund. Da beim Backen Gase – beispielsweise aus dem Teig von – Kürbisbrot entweichen, braucht es ein "Ventil". Und genau diese Art von Ventil bilden die Schnitte. Verzichtest du auf das Einschneiden von Brot, was bei einigen Sorten wie unserem 5-Minuten-Brot durchaus möglich ist, reißt es beim Backen eventuell unkontrolliert auf. Das Ergebnis sind unschöne Gebilde, wie sie vielleicht auch schon einmal aus deinem Backofen kamen. Das lässt sich vermeiden, wenn die Teiglinge zum einen lange genug zur Gare stehen konnten und zum anderen richtig eingeschnitten wurden. Dein Hefeteig geht nicht auf? Lies hilfreiche SOS-Ratschläge in unseren Tipps & Tricks nach.
Je nach Brot-Rezept sehen die Schnitte anders aus. Sie können kreuzförmig über den Laib gehen – so lässt sich vor allem rundes Brot einschneiden – oder wie bei länglichen Teiglingen quer verlaufen. Bei spitzen Brötchen wird auch gerne ein langer, mittiger Schnitt gesetzt. Wer Brot besonders schön einschneiden möchte, platziert mehrere Quer- und Längsschnitte über Kreuz und schafft so ein Rautenmuster. Auch Spiralen, Blätter, Fischgräten oder kompassartige Formen lassen sich in die Teiglinge bannen. Für welche Brotschnittart du dich auch entscheidest, wichtig ist das richtige Werkzeug. Du kannst ein scharfes Messer zum Einschneiden des Brots verwenden, besser geeignet ist jedoch ein spezieller Einschneider. Mit der dünnen, gebogenen Klinge gelingen die Schnitte präzise, gleichmäßig und in der richtigen Tiefe. Diese sollte etwa 1 cm betragen.
Für die Optik und Funktion der Muster und Schnitte ist auch der richtige Winkel entscheidend. Runde Teiglinge sehen mit einem Einschnittwinkel von 45 Grad schön aus, bei länglichen wie Baguettes genügen 30 Grad. Soll das Brot an den Seiten aufreißen, empfehlen sich 90 Grad. Neben dem Einschneiden von Brot spielen für ein optimales Backergebnis auch die Feuchtigkeit und Temperatur eine große Rolle. Oft gelingt das Gebäck am besten, wenn es bedampft wird. Dafür kannst du die entsprechende Funktion des Ofens nutzen, eine Blumenspritze oder eine feuerfeste Schale mit Wasser auf den Boden stellen. Letztere Methode wenden wir etwa beim Backen unseres knusprigen italienischen Weißbrots an. Das Anbacken geschieht in der Regel unter großer Hitze, danach wird die Temperatur herunterreguliert. So wird das Brot außen wunderbar knusprig und innen saftig-weich.
Apropos: Das gilt auch für Sodabrot. Folge einfach unserem Rezept und backe das einfache, schnelle Brot ohne Hefe zu Hause nach.