Die Fahrprüfung steht an und du bekommst weiche Knie. Beim mündlichen Abitur spielt der Kreislauf verrückt und vor dem Bewerbungsgespräch beim Traumarbeitgeber machst du nachts kein Auge zu – keine Frage, Stresssituationen sind belastend. Oft wird dann Nervennahrung empfohlen. Doch hilft das?
Bei einer Prüfung liegen oft Schokolade, Fruchtgummi, Bonbons und andere Süßigkeiten auf dem Arbeitstisch – sie sollen die Nerven beruhigen und dafür sorgen, dass du einen klaren Kopf behältst. Zwar lassen sich die Nerven als solche nicht direkt "füttern", aber es gibt tatsächlich einen wissenschaftlich bewiesenen Zusammenhang zwischen der Nahrung und der Gehirnleistung. Eine gute Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und den Makronährstoffen (Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate) unterstützt nachweislich das Denken bzw. macht es erst möglich. Isst du zum Beispiel nicht genügend Kohlenhydrate, hat das Gehirn zu wenig Energie – es verbraucht allein ein Fünftel. Ein Mangel an anderen Nährstoffen wie Magnesium kann direkt die Synthese der Neurotransmitter, den Botenstoffen des Nervensystems, beeinträchtigen. Vitamin-B6-Lebensmittel etwa tragen dazu bei, dass der Stoffwechsel der Nervenbotenstoffe funktioniert. Außerdem hat leckeres Essen immer auch eine positive Wirkung auf das Befinden und kann dadurch Stresshormone senken. Vollmilchschokolade etwa ist im Hinblick auf die Nährwerte nicht erste Wahl, ihr Genuss hebt aber die Stimmung und wirkt so als Mittel gegen Stress. Das gilt auch für knuspriges Gebäck, am besten ofenfrisch. In diesen Genuss kommst du beispielsweise, wenn du Salzstangen selber machst.
Die beste Methode zur Nervenstärkung ist also eine dauerhaft ausgewogene Ernährung, bei der keine wichtigen Vitalstoffe zu kurz kommen. Da du bei einer Prüfung aber nicht den Kochtopf herausholen kannst, ist eine schnell und einfach verfügbare Nervennahrung gefragt. Folgende Lebensmittel sind hier unter anderem geeignet:
Vergiss auch nicht, viel und vor allem das Richtige zu trinken. Zu empfehlen sind Mineralwasser oder ein Aufguss mit frischem Ingwer und Zitronensaft. Einen Müsliriegel mit Nüssen sowie Haferflocken backst du beispielsweise mithilfe unseres Granola-Bar-Rezepts.
Isst du abwechslungsreich und baust die genannten Lebensmittel regelmäßig in deinen Speiseplan ein, nimmst du in aller Regel genügend Mineralien und Vitamine für Nerven und Gehirn auf. Ebenso wichtig, wie die Art der Lebensmittel, ist dabei auch die Menge an Nervennahrung. Üppige Portionen machen müde – viele kennen das berühmt-berüchtigte "Suppenkoma", das die Arbeit nach dem Mittagessen erschwert. Leichte Zwischenmahlzeiten verhindern Heißhungerattacken, die uns dann bei den Hauptmahlzeiten über die Stränge schlagen lassen. Unsere Büro-Snacks-Rezepte liefern dir einige Ideen, was du in der Plastikdose mitbringen oder in der Schreibtischschublade vorrätig haben kannst.