Würzig-scharf, so magst du Knoblauch am liebsten? Dann sollten die Knollen möglichst frisch sein. Und das gewährleistest du am besten, wenn du selber Knoblauch anbaust. Das geht im Garten oder auch in einem Topf auf dem Balkon. Lies hier unsere kleine Anleitung zum Knoblauch-Pflanzen!
Für zahlreiche Speisen ist Knoblauch ein Grundgewürz. Da bietet es sich an, immer einen Vorrat der aromatischen Knollen im Haus zu haben. Knoblauch aus dem Supermarkt hält sich jedoch nur etwa zwei Wochen. Die Lösung: Pflanze Knoblauch selber an. Dafür brauchst du im Garten nur ein Beet oder einen großen Tontopf, den du auf den Balkon oder die Terrasse stellst. Wichtig ist ein sonniger Standort, die Erde sollte Dünger enthalten, beispielsweise Kompost. Der richtige Zeitpunkt, um Knoblauch zu pflanzen, ist das Frühjahr. Es gibt zwar auch winterharte Pflanzen, die du im Herbst setzen kannst, aber diese brauchen deutlich mehr Pflege.
Die Pflanzen kaufst du am besten in einer Gärtnerei. Hier werden Sorten angeboten, die bei uns gedeihen. Knoblauchknollen aus dem Lebensmittelhandel stammen in der Regel aus mediterranem Klima und lassen sich höchstens im Topf ziehen, der zum Überwintern nach drinnen kommt. Und so geht der Anbau:
1. Zum Setzen wählst du große, kräftige Zehen aus, befreie sie von der äußeren Haut und stecke sie mit der Spitze nach oben im Abstand von etwa zehn Zentimetern rund fünf Zentimeter tief in die Erde.
2. Verwendest du einen Topf, sollte sich auf keinen Fall Staunässe bilden können. Abflusslöcher und ein wenig Sand als Beimischung in der Erde sorgen für ausreichend Belüftung.
3. Bedecke die Stecklinge locker mit einer Schicht Erde und gieß alles gut an.
4. Alternativ zu den Zehen lassen sich auch Knoblauchsamen verwenden. Sie brauchen jedoch ein Jahr zum Reifen. Oder du pflanzt Bulbillen (Brutzwiebeln), die jedoch zwei Jahre bis zur Erntereife benötigen.
5. Wann kannst du den Knoblauch ernten? Das kommt auf die Sorte an. Eine bewährte Faustregel besagt, dass du ernten kannst, sobald sich das grüne Laub zu zwei Dritteln gelb verfärbt hat.
Eine reichhaltige Ernte will natürlich verarbeitet werden. Eine Lagerung bis zu rund acht Monaten ist möglich, wenn du den Knoblauch nach der Ernte zunächst an einem luftigen, aber nicht zu sonnigen Ort trocknen lässt – etwa aufgehängt unter dem Terrassen- oder Balkondach. Danach legst du ihn in Kisten oder Säcke mit ausreichend Belüftung an einen kühlen, trockenen und dunklen Ort. Zur frischen Verarbeitung bietet sich die Zubereitung von Knoblauchbutter an, auch ein Knoblauch-Chili-Öl ist eine gute Wahl. Oder verwende die Knolle für die Marinade eines trendigen Honey Garlic Chicken.
Bei der Verfeinerung von Speisen stellt sich oft die Frage "Sollte man Knoblauch pressen oder schneiden?". Wir haben die Antwort für dich.