Durch das richtige Würzen von Sauerkraut schmeckt es nicht nur besser, sondern ist auch bekömmlicher. Erfahren Sie, welche Aromen sich für den fermentierten Weißkohl besonders gut eignen.
Bei der Frage "mit was würzt man Sauerkraut?" fällt vielen als Erstes Kümmel ein, denn zahlreiche Sauerkraut-Rezepte enthalten die Samen. Sie harmonieren sehr gut mit dem Aroma des Krauts und haben zwei weitere Vorteile. Zum einen hemmt Kümmel das Wachstum von unerwünschten Mikroorganismen wie Schimmel – das ist besonders bei frischem, nicht durch Erhitzen haltbar gemachtem Sauerkraut hilfreich. Zum anderen lindert das Gewürz Blähungen, die manche beim Genuss von Kohl ereilen.
Möchten Sie Sauerkraut ohne Kümmel würzen, gibt es aber viele weitere Möglichkeiten. So zählen Wacholder, Pfeffer, Piment, Nelken und Lorbeer zu den traditionellen Beigaben, die vor allem bayrisches Sauerkraut würzen. Falls Sie das ganze selbst einmal nachmachen vollen, probieren Sie doch gerne unser Rezept für Sauerkraut. Wer eine Sauerkraut-Diät macht und Abwechslung sucht, kann zu exotischeren Gewürzen greifen. Verfeinern Sie Sauerkraut auch einmal mit Currypulver, Sojasoße, Sternanis, Paprikapulver, Zimt, Chili oder Ingwer. Eine cremige Note bekommt es mit Musen, etwa Mandelmus oder Tahini. Wie Sie Sauerkraut würzen, ist wirklich reine Geschmackssache – trauen Sie sich ruhig, ungewöhnliche Geschmacksgeber auszuprobieren.
Um fertiges Sauerkraut abzuschmecken, genügen wenige Zutaten. Süß würzen Sie das Sauerkraut mit Zucker, Apfelsaft oder exotischer mit Ananassaft. Milder und zugleich sämiger wird es auch mit pürierter Birne.
Wer es hingegen deftiger mag, greift zu gebratener Zwiebel, Speck, Senf und/oder Gemüse- bzw. Fleischbrühe. In letzteren beiden kochen und würzen Sie das Sauerkraut zugleich. Für besondere Anlässe eignet sich Wein als Aromaspender. Ein trockener Weißwein wie etwa ein Riesling passt am besten zum herben Krautgeschmack.
Womit Sie Ihr Sauerkraut würzen, ist letztlich fast egal. Hauptsache, Sie geben etwas dazu, um die Speise abzurunden. Puristen greifen nur zu Salz, um den Geschmack des fermentierten Kohls in den Vordergrund zu stellen. Haben Sie davon einmal zu viel erwischt, sorgen Sie einfach mit Honig, Agavendicksaft oder Zucker für Ausgleich. Zu saures selbst gemachtes Kraut können Sie mit diesen Zutaten ebenfalls retten. Oder Sie neutralisieren die Säure mit einer Messerspitze Natron.
Mit der breit gefächerten Palette an Würzmitteln entlocken Sie Sauerkraut immer wieder neue Geschmacksnuancen. Und auch Saft genießen Sie so auf vielfältige Weise. Welche Wirkung hat Sauerkrautsaft? Lesen Sie die Expertenantwort.
Sauerkraut wird sowohl in klassischen als auch in modernen Varianten serviert. Traditionell ist es eine beliebte Beilage zu deftigen Gerichten wie Schweinebraten oder auch Kasseler mit Sauerkraut. Dabei wird es oft als warme Beilage serviert, leicht erhitzt und in vielen Fällen mit weiteren Zutaten kombiniert.
In neuen Varianten findet man Sauerkraut auch in kreativen Gerichten. Es wird zunehmend als Hauptzutat in Bowls, Sandwiches oder Wraps verwendet, oft auch roh für einen frischen, säuerlichen Akzent. In Fusion-Küchen kann Sauerkraut mit exotischen Gewürzen kombiniert werden, etwa in asiatischen oder mediterranen Gerichten, wie in Kombination mit Curry als Eintopf. So wird Sauerkraut ein vielseitiger Bestandteil der modernen Küche.