Wasserkefir ist ein Gärgetränk, das mithilfe von Hefe- und Bakterienkulturen fermentiert wird. Woraus es genau besteht, wonach es schmeckt und wie du Wasserkefir ansetzen und aufbewahren kannst, liest du hier.
Wie normaler Kefir basiert Wasserkefir auf Kefirkulturen – genauer gesagt auf Kefirkristallen. Die auch als Japankristalle oder Tibicos bezeichneten, weißlich-durchscheinenden Mikroorganismen erinnern optisch an Kristalle, daher der Name. Sie bestehen aus symbiotisch zusammenlebenden Milchsäurebakterien und Hefen. Während des Fermentationsprozesses setzen die Wasserkefirkristalle Kohlensäure frei – es entsteht ein leicht prickelndes, süß-säuerliches Getränk.
Ähnlich wie Kombucha werden in der Volksheilkunde auch Wasserkefir zahlreiche wohltuende Wirkungen nachgesagt. So soll Wasserkefir verschiedenste Krankheiten lindern, das Leben verlängern und sogar Krebs heilen: Wissenschaftlich bewiesen ist nichts davon. Lediglich ein positiver Einfluss auf die Darmflora lässt sich wie auch bei anderen probiotischen Rezepten als gesichert ansehen.
Möchtest du Wasserkefir zu Hause ansetzen, brauchst du folgende Zutaten:
Außerdem benötigst du ein 1-l-Gärgefäß aus Glas, einen Kunststofftrichter und ein Kunststoffsieb sowie eine Glasflasche zum Lagern des Wasserkefirs. Verwende kein Metall, sonst kann der Kefir schlecht werden.
Und so stellst du den Wasserkefir her:
Die Kristalle kannst du abspülen und wiederverwenden. Zum Aufbewahren der Wasserkefir-Kristalle gib sie am besten in einer Zuckerlösung abgedeckt in den Kühlschrank.
Wasserkefir enthält Alkohol, daher sollten Kinder und Schwangere ihn mit Bedacht trinken. Der Gehalt ist mit 0,5 bis 1,5 % aber nicht sehr hoch. Du kannst den Geschmack des Ansatzes beliebig variieren, indem du etwa frisches Obst wie Bananen oder Kartoffelscheiben als Stickstoffquelle nutzt. In hartem Wasser vermehren sich die Japankristalle stark – schöpfe dann einige aus dem Ansatz ab, damit der Fermentationsprozess nicht ins Stocken gerät.
Der fertige Wasserkefir hält sich im Kühlschrank bis zu vier Wochen lang. Durch die Zweitfermentation wird das Getränk dabei immer saurer. Einfrieren lässt sich Wasserkefir nicht, wohl aber die Kristalle. So kannst du eine längere Pause einlegen, ohne sie wegzuschmeißen.
Wasserkefir wird zunehmend für seine gesundheitlichen Vorteile geschätzt, vor allem aufgrund seiner positiven Wirkung auf die Darmflora. Das fermentierte Getränk enthält eine Vielzahl von probiotischen Bakterien und Hefen, die dabei helfen können, das Gleichgewicht der Mikroorganismen im Darm zu unterstützen. Eine ausgewogene Darmflora fördert nicht nur die Verdauung, sondern stärkt auch das Immunsystem und kann bei der Linderung von Magen-Darm-Beschwerden hilfreich sein.
Darüber hinaus wird Wasserkefir aufgrund seines Gehalts an Antioxidantien und Mineralstoffen auch als gesundheitsfördernd angesehen. Es enthält wichtige Nährstoffe wie Kalzium, Magnesium und B-Vitamine, die zur allgemeinen Gesundheit beitragen können.