In Asien wird der Kombucha seit Jahrhunderten als Lebenselixier mit diversen Heilkräften geschätzt. Auch hierzulande versprechen sich viele Gesundheitsbewusste einen Vorteil vom Genuss des Teegetränks. Wie es wirklich wirkt und wie du Kombucha ansetzt, liest du hier.
Für die Herstellung von Kombucha wird ein spezieller Hefepilz gezuckertem Kräuter-, Schwarz- oder Grüntee zugesetzt: Es kommt zur Gärung. Dabei bauen die Mikroorganismen des Teepilzes den Zucker zu Alkohol, Säureverbindungen, probiotischen Bakterien und Kohlendioxid ab, das Getränk prickelt leicht. Kombucha schmeckt an Most erinnernd süßsauer und entfaltet gekühlt eine ähnlich erfrischende Wirkung wie ein Switchel. Ebenso wie das Essig-Trendgetränk lässt sich das Aroma des Kombuchas durch den Zusatz von Gewürzen, Kräutern, Früchten und Sirups beliebig variieren. Ein Zitrus-Minz-Switchel etwa enthält Orange, Zitrone, Limette, Grapefruit und Minze, die sich auch als Zutaten für Kombucha eignen würden.
Für eine besondere gesundheitliche Wirkung von Kombucha gibt es keine wissenschaftlichen Beweise, lediglich volksmedizinische Erfahrungsberichte. Ebenso übrigens wie für Wasserkefir, ein weiteres Gärgetränk. Entsprechende Werbeaussagen nach dem Strickmuster "aktiviert das Immunsystem" oder "hilft bei der Gewichtsabnahme" sind gesetzlich verboten. Wie bei anderen fermentierten Lebensmitteln können sich die lebenden Mikroorganismen in dem Teegetränk jedoch günstig auf die Darmflora auswirken. Voraussetzung ist jedoch, dass der Kombucha nicht durch Pasteurisierung haltbar gemacht wurde, wie es bei fertigen Produkten häufig der Fall ist. Viele Verbraucher kaufen deshalb nur die Kombucha-Kultur und setzen das Teegetränk zu Hause an.
Möchtest du Kombucha brauen, musst du zunächst den Kombucha-Pilz kaufen bzw. sich ein Stück des geleeartigen Teepilzes von jemandem geben lassen, der Kombucha selbst herstellt. Weiterhin brauchst du ein ausreichend großes Kombucha-Glas als Gärgefäß. Fülle den mit Zucker gesüßten und abgekühlten Tee deiner Wahl hinein, füge fertigen Kombucha als Starterflüssigkeit und den Pilz hinzu und lassen das Glas etwa eine Woche an einem warmen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung stehen. Vor dem Genuss entfernst du den oben abgesetzten Pilz und verwendest ihn ggf. für den nächsten Ansatz. Sorgsam behandelt, kannst du den Pilz bzw. seine Ableger beliebig oft nutzen. Das fertige Kombucha-Getränk hält sich im Kühlschrank etwa ein bis zwei Monate. Alle Schritte der Zubereitung findest du in unserem Rezept für selbst gemachten Kombucha.
Damit sich kein Schimmel bildet und unerwünschte Nebenwirkungen verursacht, ist eine sorgfältige Hygiene bei der Herstellung von Kombucha oberstes Gebot, aber auch generell bei allen Rezepten zum Fermentieren. Sterilisiere das Glas gründlich mit heißem Wasser, wasche dir vor dem Hantieren mit den Zutaten die Hände und decke das Gärgefäß sorgfältig mit einem sauberen Tuch ab, das du mit einem Einmachgummi fixierst. Ist es doch zu einem Befall mit schädlichen Mikroorganismen gekommen, riecht das Gebräu muffig und verändert seine Farbe. In diesem Fall solltest du unbedingt alles wegschütten. Ist dir die Kombucha-Herstellung zu umständlich, empfehlen wir dir für einfacher zuzubereitende Sommerdrinks unsere Rezepte für Switchel, Shrub & Co.