Ätherische Öle haben ein breites Einsatzspektrum: So ist Zitronenöl zum Verzehr geeignet – und gleichzeitig für die äußere Anwendung. Wie sich Zitronenöl als Lebensmittel und für die Hautpflege am besten nutzen lässt, erfährst du hier.
Frisch, säuerlich, fruchtig – mit Zitronen assoziieren wir anregende Eigenschaften, die den Speiseplan auf vielfältige Weise bereichern. Unsere Rezepte und Informationen zu Zitrusfrüchten liefern dir Inspiration, was du mit dem spritzigen Obst alles machen kannst. Auch die Wirkung von Zitronenöl ist breit gefächert, wie überhaupt hochwertige Öle ein wichtiger Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sind. Gemeint sind hier beispielsweise Olivenöl, Rapsöl, Leinöl und Nussöle, die explizit zum Kochen und Backen vorgesehen sind. Auch Zitronenöl zum Einnehmen fällt in diese Kategorie, sofern es entsprechend gekennzeichnet ist. Anders sieht es bei Duftölen aus: Ob du ätherisches Zitronenöl trinken kannst, ist umstritten. Das hoch konzentrierte Öl kann Nebenwirkungen wie Schleimhaut- und Magenreizungen auslösen – vor allem, wenn es zu hoch dosiert und nicht verdünnt wird. Auch sind die positiven Eigenschaften wie eine immunstärkende, entzündungshemmende oder entspannende Wirkung wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.
Ob innerlich oder äußerlich angewendet, achte auf jeden Fall auf eine gute Qualität des Öls. Wenn du Zitronenöl selber machst, hast du die volle Kontrolle über die einzelnen Inhaltsstoffe und den gesamten Herstellungsprozess. Dazu gibst du einfach die Schalen von zwei Bio-Zitronen in 500 ml Olivenöl und lässt die Mischung durchziehen. Duftöl kannst du zu Hause aufgrund des aufwändigen Verfahrens nicht selbst herstellen – für einen Liter ätherisches Zitronenöl würdest du tausende von Zitronen benötigen. Zitronenöl in Lebensmittelqualität eignet sich sehr gut zum Anmachen von Salaten, zum Verfeinern von Saucen und Desserts und als Geschmacksgeber für Wasser. Wenn du mit Zitronenöl backst, bekommen Kuchen und Kekse außerdem eine frische Note. Da das Öl sehr intensiv schmeckt, gilt hier die Regel: Weniger ist meistens mehr.
Als Beauty-Mittel solltest du Zitronenöl auf jeden Fall verdünnen, sonst drohen Nebenwirkungen. Oft genügt es, einen oder wenige Tropfen in eine Creme, ein Basisöl oder ein Shampoo zu geben. Da die Haut durch die Anwendung lichtempfindlicher werden kann, solltest du danach die Sonne meiden. Zitronenöl kann hautstraffend, reinigend und antibakteriell wirken. Im Haar kann es Schuppen bekämpfen und einen blonden Schopf aufhellen. Ein weiteres Anwendungsgebiet für Zitronenöl sind Duftlampen – der Geruch vertreibt Insekten und du kannst damit Mückenspray selbst machen. Auch zum Geschirrspülen und als Reinigungsmittel im Haushalt lässt es sich gut einsetzen, da es Fett löst.