Rieseln feine, weiße Flöckchen vom Kopf auf Schultern und Kleidung, herrscht Schuppenalarm. Wir erklären, was die lästigen und unschönen Schüppchen verursacht und was dagegen hilft.
Schuppen rieseln beim Bürsten zwar aus den Haaren, haben ihren Ursprung aber an der Kopfhaut. Dort bilden sie sich im Rahmen der normalen Erneuerung der obersten Hautschicht und werden abgestoßen. Nimmt dieser Prozess jedoch überhand und juckt die Haut zusätzlich, liegt ein Problem vor, dessen Ursache du auf den Grund gehen solltest. Dabei ist zunächst einmal zwischen trockenen und fettigen Schuppen zu unterscheiden.
Die feinen weißen Exemplare resultieren aus einer zu trockenen Kopfhaut. Häufiges Waschen, heißes Föhnen, Heizungsluft und die falsche Haarpflege begünstigen das Austrocknen der Haut. Verwende ein mildes, speziell für trockenes und strapaziertes Haar ausgewiesenes Shampoo, das im Vergleich zu normalen Haarpflegemitteln nicht entfettend wirkt. Auch Kuren mit Ölen und Proteinen spenden Feuchtigkeit. Als Hausmittel kannst du hier auch etwas Olivenöl auf die Kopfhaut auftragen, über Nacht einwirken lassen und am nächsten Morgen ausspülen.
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Sehen die Schuppen eher gelblich aus und fühlen sich ölig an, produziert die Haut übermäßig viel Talg. Das kann die Vermehrung eines Hefepilzes begünstigen, der zusätzlich reizt und die Schuppenproduktion ankurbelt. In diesem Fall solltest du zu einem Anti-Schuppen-Shampoo greifen. Damit entfernst du überschüssiges Fett und bringst den Feuchtigkeitshaushalt wieder ins Gleichgewicht. Als natürliches Mittel kannst du im Verhältnis 1:1 mit Wasser vermischten Apfelessig in die Kopfhaut einmassieren, einige Minuten einwirken lassen und ausspülen. Apfelessig am Morgen zu trinken, kann ebenfalls in einigen Fällen sinnvoll sein. Auch eine Haarpackung aus Zitronensaft und Eigelb kann wirken.
Es gibt weitere Faktoren, die eine übermäßige Schuppenbildung begünstigen können. Dazu gehören Stress und eine ungesunde Ernährung. Der häufige Verzehr von Fast Food und stark zuckerhaltigen Lebensmitteln steht im Verdacht, nicht nur eine unreine Gesichtshaut zu verursachen, sondern auch die Kopfhaut zu beeinträchtigen. Setze also auf eine bewusste Ernährung und sorge regelmäßig für Entspannung und genügend Schlaf.
Hilft das alles nichts, kann auch eine Krankheit für deine Schuppen verantwortlich sein. Infrage kommen beispielsweise ein Pilzbefall, Neurodermitis und die Schuppenflechte. Ein Besuch beim Hautarzt schafft Klarheit.