Neue Früchte bringen dank Züchtungskunst Abwechslung in den Obstkorb. Ein solcher Hybrid ist die Kalamansi, die mit einem intensiven Mix verschiedener Aromen punktet.
Bei einem Gang durch die Obstabteilung gibt es immer wieder neue Züchtungen zu entdecken, die durch die Kreuzung von Arten entstehen. Dazu gehört auch die Kalamansi bzw. Calamondin-Orange, die Kumquat mit Mandarine vereint. Auch als "Zitrone der Philippinen" bezeichnet, findet sie immer mehr Anhänger. Das Aussehen ähnelt einer zu klein geratenen Limette, wobei die Schale der Kalamansi weicher ist – die Frucht lässt sich dadurch bequem ungeschält genießen. Im gelben Fruchtfleisch finden sich kleine Kerne, die du am besten entfernst: Dadurch entfaltet sich der mild-saure Geschmack mit der herben Note besonders gut. In Deutschland sind die Früchte, die auf den Philippinen am Baum wachsen, in gut sortierten Supermärkten und in Asialäden erhältlich. Du kannst sie auch selbst an kleinen Zierbäumen ziehen und ab November ernten. Nährstoffseitig punktet die Kalamansi insbesondere mit Vitamin C, das unter anderem das Immunsystem unterstützt. Im Winter trägt das Obst somit zur Infektabwehr bei.
Kalamansisaft ergibt mit Wasser verdünnt ein herrlich erfrischendes Getränk, auch Cocktails lassen sich damit veredeln. In der kreativen Küche dient der Saft außerdem als Geschmacksgeber für Eis und cremige Desserts, etwa eine köstliche Mousse. Gut kombinieren lässt sich das Aroma der Frucht mit Ingwer, Passionsfrucht und Blutorange. Neben dem Saft und Fruchtfleisch ist die geriebene Schale eine wunderbare Zutat beim Backen und Kochen. Verwende sie einfach wie Zitronat und würze dein Weihnachtsgebäck damit, beispielsweise unsere Stollenmuffins. Wem die Calamondin-Orangen roh zu sauer sind, der kann sie gut zu Marmelade, Gelee, Sirup oder Konfitüre verarbeiten. Unsere Marmeladen-Rezepte liefern dir einige Ideen und Tipps.
Neben der Calamondin lohnt es sich, bei einem Streifzug durch den Supermarkt weitere neue Züchtungen zu entdecken. Denn Äpfel, Bananen und Orangen sind zwar schön und gut, aber auf Dauer für den Gaumen etwas langweilig. Greife ruhig mal zu unbekannten Sorten und erweitere deinen Geschmackshorizont. In der Limquat etwa vereinen sich Limette und Kumquat zu einer saftig-säuerlichen Frucht. Die Cherimoya schmeckt wie eine Mischung aus Ananas, Banane und Zimt, die Rambutan nach Weintrauben und die Durian erinnert an Vanille, Walnüsse und Zwiebel: Probieren geht über Studieren!