Ohne Zucker zu backen, kann geschmacklich eine gute Abwechslung in deine Küche bringen: Honig, Mascobadozucker & Co. schmecken kräftiger als weißer Haushaltszucker. Ersatzprodukte wie Stevia sind zudem eine nahezu kalorienfreie Alternative zum Süßen deines Gebäcks. Probiere es aus!
Beim Wunsch, mit weniger Zucker zu backen, solltest du dir zuerst die Frage stellen, was dir wichtiger ist: Das Einsparen oder komplette Weglassen von Haushaltszucker, befolgst du also die Clean-Eating-Methode? Hier werden möglichst alle industriell verarbeiteten Zutaten weggelassen. Dann gibt es Möglichkeiten, den Industriezucker durch Alternativen zu ersetzen, wie etwa Honig oder Trockenobst. Da manche Alternativen stärker süßen als Zucker, kannst du so den Gesamtzuckergehalt bei deinem Kuchen reduzieren.
Oder möchtest du ohne Zucker und damit kalorienärmer backen, weil du Diabetiker:in bist oder einfach auf bewusstere Ernährung setzen möchtest? Dann sind Süßungsmittel wie Stevia das Richtige für dich. Für beide Herangehensweisen haben wir Tipps für dich, wie Backen ohne Zucker am besten gelingt.
Übrigens: Auch der Geschmack ist ein gutes Argument: Mascobadozucker schmeckt beispielsweise viel karamelliger und malziger als herkömmlicher Streuzucker und kann daher für Abwechslung auf dem Speiseplan sorgen.
Im Gegensatz zu raffiniertem Zucker ist Honig ein naturbelassenes Produkt. Er ist mit 304 Kalorien pro 100 g etwas weniger nahrhaft als Zucker (387 Kalorien/100 g), süßt jedoch tendenziell stärker als Zucker (es kommt natürlich noch darauf an, welche Honigsorte du in deinem Rezept verwendest – dunkler Waldhonig ist herber als heller Akazienhonig). Erfahre bei unseren Tipps & Tricks, wie du Zucker in Backrezepten durch Honig ersetzt. Es müssen einige Dinge beachtet werden, zum Beispiel die Zugabe von zusätzlichem Backpulver.
Auch Agavendicksaft und Ahornsirup süßen etwa 1,5 mal stärker als Haushaltszucker. Wenn du Zucker beim Backen durch eines der beiden Produkte ersetzt, verwende also weniger davon, 100 g Zucker lassen sich durch ca. 60-70 ml Agavendicksaft bzw. Ahornsirup ersetzen.
Beim Ersetzen von Zucker durch Ahornsirup oder Agavendicksaft gibt es beim Backen noch Folgendes zu beachten:
Oder hast du es beim Backen ohne Zucker mal mit Trockenobst versucht? In Maßen verwendet, sind klein gehackte oder gemahlene Datteln, Feigen & Co. eine gute Möglichkeit, um ballaststoffreiches Gebäck herzustellen, das eine gesunde Verdauung unterstützt. Probiere zum Beispiel einmal unser Rezept für Birnenwaffeln mit getrockneten Pflaumen! Auch reife Bananen oder Apfelmus erfüllen denselben Zweck. Bei Fruchtmus beachte aber bitte, dass du dann den Flüssigkeitsgehalt im Rezept (z.B. Milch) etwas reduzieren musst.
Kuchen, Muffins & Co. lassen sich mit kalorienarmen Ersatzprodukten genauso gut süßen wie mit dem raffinierten Haushaltszucker. Dazu zählen vor allem Stevia und Xylith, das Teil unseres Rezepts für unseren Low-Carb-Apfelkuchen ist. Diese beiden Zuckeraustauschmittel sind außerdem zum Backen ohne Zucker für Diabetiker:innen geeignet. Stevia wird aus den Blättern einer südamerikanischen Pflanze gewonnen und ist in Pulverform oder als Flüssigkeit erhältlich. Der Clou: Es kann vom Körper nicht verarbeitet werden und schlägt dadurch mit fast keinen Kalorien zu Buche. Aber Vorsicht: Das Süßungsmittel ist stärker als Zucker und kann bei Überdosierung einen bitteren Geschmack verursachen. Für unsere Schoko-Bananen-Muffins benötigst du nur 10 g Stevia-Streusüße.
Tipp: Sowohl Stevia als auch Xylith (auch als "Birkenzucker" bekannt) können von den Kariesbakterien im Mund nicht verstoffwechselt werden und fördern dadurch die Zahngesundheit. Bekommen die Bakterien keine Nahrung, sterben sie ab. Beide Produkte sind eine tolle Alternative beim Backen ohne Zucker für Kinder. Auch Babykekse kannst du so ohne Zucker zubereiten.
Für mehr Informationen und mehr Inspiration lies außerdem unseren Artikel Clean Baking.