Ohne Zucker zu backen kann geschmacklich eine gute Abwechslung in deine Küche bringen: Honig, Mascobadozucker & Co. schmecken kräftiger als weißer Haushaltszucker. Ersatzprodukte wie Stevia sind zudem eine nahezu kalorienfreie Alternative zum Süßen deines Gebäcks. Probiere es aus!
Nicht nur Anhänger der "Clean-Eating"-Methode ("sauberes Essen", also ohne industriell verarbeitete Zutaten) verzichten auf den herkömmlichen Haushaltszucker. Es gibt auch andere Gründe, ohne Zucker zu backen: Diabetiker:innen müssen ihn sowieso meiden, zudem gibt es viele Süßungsmittel, die weniger Kalorien haben und sich daher besser für eine figurbewusste Ernährung eignen. Auch der Geschmack ist ein gutes Argument: Mascobadozucker schmeckt beispielsweise viel karamelliger und malziger als herkömmlicher Streuzucker und kann daher für Abwechslung auf dem Speiseplan sorgen.
Kuchen, Muffins & Co. lassen sich mit kalorienarmen Ersatzprodukten genauso gut süßen wie mit dem raffinierten Haushaltszucker. Dazu zählen vor allem Stevia und Xylith, das Teil unseres Rezepts für unseren Low-Carb-Apfelkuchen ist. Diese beiden Zuckeraustauschmittel sind außerdem zum Backen ohne Zucker für Diabetiker:innen geeignet. Stevia wird aus den Blättern einer südamerikanischen Pflanze gewonnen und ist in Pulverform oder als Flüssigkeit erhältlich. Der Clou: Es kann vom Körper nicht verarbeitet werden und schlägt dadurch mit fast keinen Kalorien zu Buche. Aber Vorsicht: Das Süßungsmittel ist stärker als Zucker und kann bei Überdosierung einen bitteren Geschmack verursachen. Für unsere Schoko-Bananen-Muffins benötigst du nur 10 g Stevia-Streusüße.
Tipp: Sowohl Stevia als auch Xylith (auch als "Birkenzucker" bekannt) können von den Kariesbakterien im Mund nicht verstoffwechselt werden und fördern dadurch die Zahngesundheit. Bekommen die Bakterien keine Nahrung, sterben sie ab. Beide Produkte sind eine tolle Alternative beim Backen ohne Zucker für Kinder. Auch Babykekse kannst du so ohne Zucker zubereiten.
Wichtig beim Backen ohne Klebereiweiß ist außerdem, dass du deinen Teig zusätzlich mit bestimmten Lebensmitteln bindest. Das kann glutenfreie Speisestärke aus Guaran sein oder auch Kartoffelmehl.
Für mehr Informationen und mehr Inspiration lese außerdem unseren Artikel Clean Baking.
Im Gegensatz zu raffiniertem Zucker ist Honig ein naturbelassenes Produkt. Er ist mit 304 Kalorien pro 100 g etwas weniger nahrhaft als Zucker (387 Kalorien/100 g), süßt jedoch tendenziell stärker als Zucker (es kommt natürlich noch darauf an, welche Honigsorte du in deinem Rezept verwendest – dunkler Waldhonig ist herber als heller Akazienhonig). Erfahre bei unseren Tipps & Tricks, wie du Zucker in Backrezepten durch Honig ersetzt. Es müssen einige Dinge beachtet werden, zum Beispiel die Zugabe von zusätzlichem Backpulver.
Oder hast du es beim Backen ohne Zucker mal mit Trockenobst versucht? In Maßen verwendet, sind klein gehackte oder gemahlene Datteln, Feigen & Co. eine gute Möglichkeit, um ballaststoffreiches Gebäck herzustellen, das eine gesunde Verdauung unterstützt. Probiere zum Beispiel einmal unser Rezept für Birnenwaffeln mit getrockneten Pflaumen!