Aloe vera galt schon im alten Ägypten als wirksames Schönheitsgeheimnis. Doch was kann die exotische Pflanze wirklich und wie wird sie genutzt? Lies hier alles Wissenswerte zur Aloe-vera-Pflege für Haut und Haar!
Die Aloe vera ist eine immergrüne Staude, die in den Subtropen beheimatet ist und bereits seit Jahrtausenden als Heilpflanze kultiviert wird. Dabei steckt die Kraft der Aloe vera tief in ihrem Inneren: nämlich im klaren, gelartigen Pflanzensaft. Dieser verbirgt sich in den fleischigen Pflanzenblättern und gilt in der Naturheilkunde als echtes Schönheitselixier.
Aloe-vera-Gel werden gleich mehrere Wirkungen nachgesagt. So gilt der Pflanzensaft als antibakteriell, feuchtigkeitsspendend und entzündungshemmend. Aus diesem Grund findet sich der Wirkstoff in zahllosen Hautpflege-Produkten für Gesicht und Körper wie Cremes, Peelings, Lotionen, aber auch in Wundsalben.
Beliebt sind außerdem Après-Sun-Produkte mit Aloe vera, da das Gel kühlend und beruhigend auf gestresste Haut wirkt. Die entzündungshemmende Eigenschaft ist darüber hinaus optimal bei Akne und unreiner Haut, denn sie lässt Pickelchen schneller abheilen. Trockene Haut und Haare versorgt Aloe vera mit einer Extraportion Feuchtigkeit und lässt sie strahlen. Dieselben Effekte hat übrigens Babassuöl.
Seit Neuestem sind außerdem Getränke mit Extrakten der Heilpflanze angesagt, die von innen heraus schön machen sollen. Dieser Effekt ist allerdings leider noch nicht hinreichend belegt.
Mit purem Aloe-Gel kannst du eine Vielzahl von Beauty-Helfern einfach selbst herstellen. Ob du dieses kaufen oder selbst eine Pflanze nutzt, bleibt dabei dir überlassen. Denn: Du kannst die Sukkulente hierzulande tatsächlich ganz einfach zu Hause als Kübel- oder Zimmerpflanze kultivieren. Der tropische Exot entwickelt im Winter übrigens bunte Blüten und schmückt so jeden Raum.
Schneide von deiner eigenen Pflanze zur Extraktion einfach ein paar äußere Blätter ab. Hänge diese dann ein paar Minuten kopfüber auf, damit das gelbe Harz auslaufen kann. Im Anschluss schälst du die Blätter und schneidest und pürierst das Gel. Fertig! Du kannst es als Hausmittel gegen Pickel direkt auf die Mitesser tupfen.
Für eine feuchtigkeitsspendende selbst gemachte Maske vermischst du das Gel einfach mit einigen Tropfen Jojoba- oder Mandelöl. Als SOS-Helfer bei Sonnenbrand gibst du pures Gel auf schmerzende Stellen und lässt es einige Zeit einziehen.
Um ein Peeling für Körper und Gesicht zu zaubern, kombiniere Aloe-vera-Gel dagegen mit Honig und Meersalz. Und dein Haar dankt es dir ebenfalls, wenn du in trockene Spitzen regelmäßig reines Aloe-vera-Gel einmassierst. Ergänzend nutzt du zum Stylen und Pflegen deiner Haare ein selbst gemachtes Leinsamengel: Das spendet ebenfalls viel Feuchtigkeit. Wir haben übrigens noch viele weitere DIY-Ideen für dich. Etwa eine Anleitung zum Abschminkpads-Nähen. Gleich entdecken!
Mehr Pflege- und Reinigungstipps für deine Haut findest du in unserem Artikel Oil Cleansing. Geht es dir primär um die Mundhygiene, informieren wir dich über die Vorzüge des Ölziehens mit Kokosöl.